Äußerst interessante Kulturfahrt nach Konstanz

07.01.16 Bewegungs- und lauffreudig müssen die Teilnehmer der Kulturfahrt des Schwarzwaldvereins und der Volkshochschule mit Dr. Anja Rudolf sein. Dann bekommen sie, wie am Dreikönigstag in Konstanz, auch Dinge zu sehen, die sie noch nicht kennen. Zum Beispiel die Kapelle auf dem Riesenberg, von wo aus sich  eine prächtige Rundumsicht auf die Stadt am Bodensee dicht an der Schweizer Grenze bietet. Oder den Bismarckturm über dem Rebberg, oder die monumentale Aussegnungshalle mit dem jüdischen Friedhof. Diese Anlage hat das Dritte Reich überstanden und wird heute noch belegt, obwohl in Konstanz die Synagoge brannte und viele Juden deportiert wurden.

Danach zeigte die Kunsthistorikerin ihren Gästen 500 Jahre Baugeschichte in der Stadt, die ihrerseits ebenfalls im Zweiten Weltkrieg keine Schäden erlitten hat.  Bei der Münsterfassade mit dem auffallenden Turm nahm sie ihren Zuhörern allerdings jegliche Illusion: Ein Baudirektor namens Heinrich Hübsch ist für diese „Regotisierung“ verantwortlich. Die ursprünglich romanische und später barockisierte Basilika hatte einmal eine Zweiturmfassade. Das heutige Bild stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Faszinierend hingegen die Innenausstattung, vor allem die Krypta und die Mauritiusrotunde mit der Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem.