Kulturfahrt zum weltgrößten Asisi 360° Panorama Rom 312

12.02.2017 Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Schwarzwaldverein Schwenningen zusammen mit der Senioren VHS zu einer Kulturfahrt eingeladen, diesmal nach Pforzheim zur Ausstellung des weltgrößten Asisi 360° Panoramas Rom 312 im dortigen Gasometer.

 

Das Industriedenkmal Gasometer steht weithin sichtbar im östlichen Stadtbild von Pforzheim. Gebaut im Jahr 1912 diente der Gasometer fast 100 Jahre als Ausgleichsbehälter der Gasversorgung der Stadt. Der Stahlzylinder misst 42 Meter in der Höhe und 40 Meter im Durchmesser. Diese Dimensionen ermöglichen es dem Künstler Yadegar Asisi, die größten Panoramakunstwerke der Welt in Pforzheim zu präsentieren. 

 

Das Panorama ist eine Kunstform, die jeden berührt. Nicht nur optisch, auch atmosphärisch ist das Riesenrundbild ein ganz neuartiges Kunsterlebnis.

Hinter dem Titel des Panoramas Rom 312 verbirgt sich ein weltumspannendes historisches Ereignis: 312 nach Christus bezwingt Kaiser Konstantin seinen Kontrahenten Maxentius im Zeichen Christi, zieht in Rom ein und beendet daraufhin die Verfolgung des Christentums. Dies war die Weichenstellung dafür, dass wenige Jahrzehnte später das Christentum zur Staatsreligion ernannt wurde. Der Beginn des christlichen Abendlandes, wie die Teilnehmer in einer Führung durch die Begleitausstellung erfahren durften.

 

Die Zeitreise ins Panorama Rom 312 beginnt beim Eintritt in die Rotunde des alten Gaskessels. Majestätisch breiten sich auf 3.500 Quadratmetern Bildfläche und auf einer Höhe von 32 Metern unzählige römische Paläste, antike Säulen, Thermen, Quadrigen und Basiliken über die Rundwand des ehemaligen Gasbehälters aus, welche die Besucher von einer 15 Meter hohen Besucherplattform erleben kann. 

 

Zum Panoramaerlebnis gehört auch die Inszenierung des 360°- Bildes durch eine eigens dafür kreierte Licht- und Musikinstallation des Komponisten und Pianisten Eric Babac. Ihm ist auf einzigartige Weise gelungen, die Musik vor Ort mit all den darin eingebetteten Alltagsgeräuschen, dem Lärm der Menschenmengen, Hahnenrufen, Vogelgezwitscher, Pferdegetrampel usw. im großen Raum des Panoramas mit der Beleuchtung des Rundgemäldes in seinem Tag- und Nacht- Rythmus zu harmonisieren.

 

Fasziniert und überwältigt von der Zeitreise in die antike Welt der Ewigen Stadt kehren die kulturinteressierten Teilnehmer gegen Abend zurück nach Hause.